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Immobilie im Main-Taunus-Kreis verkaufen – Bad Soden, Eschborn, Kelkheim und Schwalbach im Vergleich

· von Niclas van der Straeten

Zwischen Frankfurt und dem Taunuskamm liegen im Main-Taunus-Kreis Städte, die auf den ersten Blick ähnlich wirken: nah an Frankfurt, gut angebunden, gefragt. Die amtlichen Zahlen des Hessischen Statistischen Landesamts zeigen, wie verschieden sie sind. Für vier Städte des Kreises, in denen ich tätig bin, lohnt der genaue Blick.

Wie entwickelt sich der Main-Taunus-Kreis?

Der Kreis zählte Ende 2024 rund 238.800 Einwohner, 8,4 Prozent mehr als im Jahr 2000. Bis 2040 erwartet die Bevölkerungsvorausschätzung der Hessen Agentur ein weiteres Plus von 2,1 Prozent. Der Wohnungsbestand wuchs seit 2014 um 7,4 Prozent, das Durchschnittsalter stieg von 41,5 auf 44,7 Jahre.

StadtEinwohner 2024seit 2000bis 2040Wohnungen seit 2014
Bad Soden am Taunus23.100+11,6 %+3,6 %+5,4 %
Eschborn22.400+14,1 %+1,9 %+10,0 %
Kelkheim (Taunus)28.200+5,3 %−1,3 %+5,1 %
Schwalbach am Taunus15.400+8,7 %−0,1 %+5,8 %
Main-Taunus-Kreis238.800+8,4 %+2,1 %+7,4 %

Was unterscheidet die vier Städte?

Eschborn: Arbeitsort an der Stadtgrenze

Rund 43.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte arbeiten in Eschborn – fast doppelt so viele, wie die Stadt Einwohner hat. Es pendeln fünfmal so viele ein wie aus. Neben Selbstnutzern sind hier auch Kapitalanleger eine wichtige Käufergruppe.

Bad Soden: wachsender Wohnort

Bad Soden wächst stärker als der Kreis, während die Zahl der Arbeitsplätze in der Stadt seit 2014 um 11,8 Prozent gesunken ist. Wer hier kauft, pendelt meist – Bahnanbindung und Wege gehören deshalb in jedes Exposé.

Kelkheim: großzügig und älter werdend

Mit 54,1 Quadratmetern Wohnfläche je Einwohner wohnt man in Kelkheim großzügiger als im Kreisschnitt (49,4). Für 2040 erwartet die Vorausschätzung ein leichtes Minus – eher ein Zeichen des Generationenwechsels als ein Grund zur Sorge.

Schwalbach: dicht und gut angebunden

Mit rund 2.390 Einwohnern je Quadratkilometer ist Schwalbach die am dichtesten besiedelte der vier Städte. Annähernd die Hälfte der Einwohner lebt in der Limesstadt; Wohnungen in großen Anlagen folgen dort anderen Regeln als Häuser im alten Ortskern.

Was heißt das für Verkäufer?

  • Den Kreisdurchschnitt beiseitelassen und Vergleichswerte aus derselben Stadt und Lage heranziehen.
  • Die Käufergruppe der eigenen Stadt kennen – Pendler, Anleger, Familien oder Paare, die sich verkleinern.
  • Die Anbindung konkret darstellen: S-Bahn, Königsteiner Bahn, Autobahn.
  • Die amtlichen Bodenrichtwerte in BORIS Hessen als Ausgangspunkt nutzen.

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